Geldwäscheprävention für eine Immobilienentwicklungsgruppe
Wir haben ein vollständiges Anti-Geldwäsche-Programm für eine Immobiliengruppe entwickelt und implementiert, die einer SEPBLAC-Prüfung gegenüberstand, und ein sauberes Ergebnis ohne Sanktionen erzielt.
Die Herausforderung
Eine Immobilienentwicklungsgruppe mit 200 Millionen Euro Jahrestransaktionsvolumen erhielt eine SEPBLAC-Prüfankündigung ohne nennenswerte Geldwäschepräventionskontrollen. Ein funktionsfähiges, revisionssicheres PBC-Programm musste innerhalb eines begrenzten Zeitrahmens erstellt werden.
Unser Ansatz
Die Herausforderung
Eine Immobilienentwicklungsgruppe mit einem jährlichen Transaktionsvolumen von über 200 Millionen Euro erhielt eine Prüfankündigung von SEPBLAC (Servicio Ejecutivo de la Comisión de Prevención del Blanqueo de Capitales e Infracciones Monetarias). Die Erstbewertung war besorgniserregend: Das Unternehmen verfügte über kein aktualisiertes internes Präventionshandbuch, kein risikobasiertes Kundenbewertungssystem, und seine Sorgfaltspflichtverfahren (KYC/KYB) waren rein formaler Natur ohne substanzielle Kontrollen.
Da der Immobiliensektor nach FATF-Standards und spanischem Recht (Gesetz 10/2010) als Hochrisikobereich eingestuft wird, war die Sanktionsexposition erheblich. Das Gesetz sieht bei schwerwiegenden Verstößen Bußgelder von bis zu 5 % des Jahresumsatzes vor — eine potenzielle Haftung von über 10 Millionen Euro für diese Gruppe. Über das finanzielle Risiko hinaus hätte eine formelle Sanktion von SEPBLAC das Ansehen des Unternehmens bei seinen internationalen Finanzierungspartnern in einem kritischen Moment der Portfolioerweiterung beschädigt.
Unser Ansatz
BMC begann mit einer umfassenden Lückenanalyse, die alle Anforderungen aus Gesetz 10/2010 gegen die bestehenden Kontrollen abbildete. Auf Grundlage dieser Diagnose strukturierten wir die Implementierung in drei parallelen Arbeitssträngen über einen 90-tägigen Horizont.
Der erste Arbeitsstrang umfasste die Erstellung eines internen Präventionshandbuchs, das auf die spezifische Kundentypologie und das Transaktionsprofil der Gruppe zugeschnitten war, einschließlich Risikoklassifizierung nach Kundenprofil, Herkunftsland der Mittel und Transaktionskomplexität. Gleichzeitig entwickelten wir vereinfachte und erweiterte Sorgfaltspflicht-Vorlagen (KYC/KYB) und integrierten sie in den kommerziellen Vorverkaufsprozess.
Der zweite Arbeitsstrang etablierte die internen Kontrollmechanismen: ein System zur Meldung verdächtiger Transaktionen, sektorspezifische Frühwarnindikatoren (fragmentierte Barzahlungen, opake Finanzierungsstrukturen, plötzliche Eigentümerwechsel) und einen formellen Meldekanal zu SEPBLAC. Wir bestellten den SEPBLAC-Beauftragten und konstituierten den Geldwäschepräventions-Compliance-Ausschuss mit definierten Verantwortlichkeiten und Eskalationsverfahren.
Der dritte Arbeitsstrang konzentrierte sich auf Schulung und Unternehmenskultur: Wir führten ein strukturiertes Schulungsprogramm für alle 120 Mitarbeiter der Gruppe durch, differenziert nach Risikoexpositionsniveau, mit individueller dokumentarischer Zertifizierung für jeden Teilnehmer. Das vollständige Implementierungsdossier wurde für die Prüfung aufbereitet und geordnet.
Ergebnisse
Die SEPBLAC-Prüfung verlief wie geplant. Die Prüfer stellten nur geringfügige Anmerkungen zu verfahrenstechnischen Dokumentationsaspekten fest, die noch während der Prüfung selbst behoben wurden. Es wurde keine Sanktion verhängt und keine dringende Sanierungsanforderung ausgesprochen.
Die Gruppe betreibt jetzt ein vollständig funktionsfähiges Geldwäschepräventionsprogramm, das extern geprüft und von SEPBLAC formell als angemessen anerkannt wurde. Die Implementierung hat das Vertrauen der internationalen Finanzierungspartner der Gruppe gestärkt — mehrere hatten neue Kreditfazilitäten von der Existenz robuster Geldwäschepräventionskontrollen abhängig gemacht — diese Bedingungen sind seitdem aufgehoben worden.
Darüber hinaus hat die Gruppe durch die Einführung einer risikobasierten Kundensegmentierung ihre Onboarding-Prozesse optimiert: Niedrigrisikogeschäfte werden schneller abgewickelt, während bei Hochrisikotransaktionen die erforderliche Sorgfalt systematisch und nachweisbar dokumentiert wird. Dies hat nicht nur die regulatorische Exposition reduziert, sondern auch den kommerziellen Ablauf verbessert. Das Compliance-Team führt heute jährliche interne Audits durch, um die Wirksamkeit des Programms zu überprüfen und auf neue FATF-Empfehlungen oder gesetzliche Änderungen zu reagieren — eine Praxis, die nach einer regulatorischen Prüfung dieser Intensität als Standard gelten sollte.
Ergebnisse
SEPBLAC-Prüfung mit nur geringfügigen Anmerkungen bestanden, null Sanktionen. Vollständiges Geldwäschepräventionsprogramm in 90 Tagen operativ.
Mandantenreferenz
Wir hatten fast gar nichts und haben eine SEPBLAC-Prüfung bestanden. BMC hat aus einem regulatorischen Risiko einen Wettbewerbsvorteil gemacht.
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